Dr. med. Wolfgang Huber-Friedberg

Dr. med. Barbara Gasnier

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Therese-Giehse-Allee 70 | 81739 München - Neuperlach-Süd

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Schmerz- und Ernährungstherapie 

in München - Neuperlach-Süd

Wie entsteht die nicht alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD)?

Sie entsteht, wenn ständig zu viel Zucker im Blut schwimmt. Normalerweise werden die Zuckermoleküle mit Hilfe des Insulins in die Muskeln geschafft und dort bei jeder Bewegung energetisch verwertet. Bei Inaktivität und pausenlosem Zuckernachschub übersättigt jedoch die Muskulatur und verweigert irgendwann dessen Aufnahme. Die Folge: Das Zuviel an Zucker muss weiter im Blut kreisen. 

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Warum ist ein überhöhter Blutzuckerspiegel so gefährlich? Weil er die Blutgefäße porös macht und somit die Verkalkung der Arterienwände verursacht. Durch permanent fortschreitende Kalk- und Fetteinlagerungen verengen sich die Arterien unbemerkt immer stärker, so lange, bis sich ein Herzkranzgefäß verschließt, d. h. sich plötzlich ein Herzinfarkt ereignet. Unser Gehirn möchte dem rechtzeitig vorbeugen und beharrt eindringlich auf die Absenkung des Blutzuckerspiegels auf unter 100 mg/dl.

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Wenn also die Muskulatur den überschüssigen Zucker nicht mehr abnehmen kann, übernimmt das Unterhautfettgewebe seine Speicherung in Form von Fett. Da jedoch bei einer anhaltend Kohlenhydrat lastigen Ernährung immer mehr Zuckermassen anfluten, erschöpft sich auch hier irgendwann die Aufnahmekapazität und die Fettgewebszellen entzünden sich. Die Folge: Sie verweigern, ebenso wie die Muskelzellen, die Zuckeraufnahme.

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Wer könnte nun als Zuckerhalde dienen? Um die Gefäße und damit den Organismus vor Herz- und Hirninfarkten zu schützen, springt die Leber als Zwischenlager ein in der Hoffnung, dass sie nur vorübergehend gebraucht wird. Auch sie lagert den Zucker in Form von Fett ein. Wird aber weiterhin zu viel Cola und Orangensaft getrunken oder zu viel Nudeln und Eis gegessen, verfetten schließlich auch die Leberzellen und entzünden sich. Ab dem Moment machen auch sie ihre Schotten dicht.

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Und was geschieht dann nach erneuten Kohlenhydratmahlzeiten?

Wird der Kalorienüberschuss nicht gleich wieder durch Sport verbrannt, verfetten ebenso die anderen Organe eines nach dem anderen und werden zunehmend funktionsuntüchtig. So kann beispielsweise aus der Fettleber ein Leberkarzinom entstehen, aus den verfetteten Nieren ein Nierenversagen, dem verfetteten Herzmuskel u. U. eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung, und dem verfetteten Gehirn eine Fehlsteuerung des gesamten Stoffwechsels. 

 

Was ist dagegen zu tun?

Eine schulmedizinische Therapie gibt es dafür noch nicht, aber naturheilkundlich lässt sich die Fettleber innerhalb von wenigen Monaten komplett entfetten. Selbst bei einem sehr hohen Übergewicht erlangt sie für gewöhnlich schon nach einer 2-wöchigen Behandlung nahezu ihre volle Funktionsfähigkeit zurück, und ist zumeist nach einer 3-monatigen Anschlusstherapie ausgeheilt. Mit ihrer Entfettung verlieren gleichzeitig auch alle anderen Organe wieder das verirrte Fett und können erneut normal arbeiten. 

 

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